Verbot von Mentholzigaretten-Dampfen die Bessere Lösung?

Verbot von Mentholzigaretten
Verbot von Mentholzigaretten

Verbot von Mentholzigaretten

Seit Jahren wird schon über das Verbot von Mentholzigaretten debattiert. Jetzt will das Bundeswirtschaftsministerium ein schnelles Verbot bis zum Mai 2016 durchsetzten. Die EU-Tabakproduktrichtlinie sieht jedoch eine Übergangsphase bis 2020 vor und steht somit im Weg.

Wie schädlich sind Mentholzigaretten?

Die Mentholzigarette schmeckt im Gegensatz zur herkömmlichen Variante relativ gut. Genau da sieht die Regierung eine große Gefahr für Jugendliche und Nichtraucher. Denn durch den „harmlosen“ Geschmack könnten junge Leute zum Rauchen angestiftet werden und somit in Abhängigkeit geraten. Doch gibt es neben dem Suchtpotential noch andere Gesundheitsrisiken?

Verbot von Mentholzigaretten

Verbot von Mentholzigaretten

Menthol als Substanz ist nicht schädlich. Auch im verbrannten Zustand können keine schädlichen oder sogar krebserregenden Stoffe gefunden werden. Jedoch werden bei dem Inhalieren von verbranntem Menthol die Atemwege leicht betäubt. Das führt nicht selten dazu, dass der oder die Raucher/in stärker inhaliert und somit mehr schädliche Stoffe aus dem Tabak in das Lungengewebe gelangen. Ein Test in den USA hat gezeigt, dass Menschen, die nur Mentholzigaretten rauchen, mehr Zigaretten rauchen als andere. Laut Forschern ist der anästhetische Effekt von Menthol für das erhöhte Gesundheitsrisiko von Mentholzigaretten verantwortlich. Eine erhöhte karzinogene Wirkung von Mentholzigaretten konnte jedoch nicht festgestellt werden.

Die Verhandlung

Das Bundeswirtschaftsministerium versucht mit der Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD) den Handel mit Mentholzigaretten bis zum 20. Mai 2016 zu untersagen. Die EU-Richtlinie sieht jedoch für Produkte mit einem Marktanteil von mindestens 3% eine Übergangsfrist bis Mai 2020 vor, um den Konsumenten ausreichend Zeit für einen Umstieg auf alternative Produkte zu ermöglichen. Falls diese Frist im Referentenentwurf des Ministeriums nicht eingehalten wird, wäre es ein Bruch des Koalitionsvertrags von CDU, CSU und SPD. Der Vertrag sieht eine 1:1 Umsetzung von EU-Vorgaben und Richtlinien vor, kritisiert der Deutsche Zigarettenverband (DVZ) in einer Pressemitteilung. Außerdem bedauert der Verband die Pläne des Ministeriums, die auch die Ausfuhr von Mentholzigaretten ab Mai 2016 in alle anderen EU-Mitgliedsstaaten verbietet. Dadurch würde unserer Wirtschaft geschadet und die Produktion zwangsweise ins Ausland verlegt werden.

Am meisten soll diese Veränderung der Bundesfinanzminister zu spüren bekommen. Ihm würden durch das vorzeitige Verbot von Mentholzigaretten jährlich ca. 470 Millionen und somit bis 2020 1,8 Milliarden Euro fehlen. Der wirtschaftliche Aspekt der Debatte ist also nicht zu vergessen.

Schockbilder

Viele Raucher kennen es bereits aus Auslandsaufenthalten. Auf den Zigarettenschachteln sind kleine Bilder von Krankheiten die durch das Rauchen hervorgerufen werden können. Auch in Deutschland sollen künftig zwei Drittel aller Schachteln mit solchen Bildern versehen werden. Bei Rauchern zeigen diese Bilder zwar weniger Wirkung, dennoch können sie Menschen davon abhalten, überhaupt mit dem Rauchen anzufangen.

Die Regierung versucht also auf verschiedenen Wegen die Bürger vom Rauchen abzuhalten, da es jährlich tausende Krankheitsfälle und Tote gibt. Für manche Raucher mag die E-Zigarette eine gute Alternative sein. Denn das „Dampfen“ ist weit aus harmloser als die herkömmliche Zigarette und kann auf Dauer auch viel Geld sparen.

Über den Autor

MD
Internet Junkie durch und durch. Ich liebe Technik und muss alles neue probieren.

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