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Romy Schneider 30.Todestag einer Ikone

Romy Schneider 30.Todestag einer Ikone

Heute jährt sich wieder ein Todestag. Leider ist es der 30. Todestag von Romy Schneider und mich betrübt dieser Tag mal wieder extrem. Eigentlich ist es ja wie jedes Jahr, aber dennoch ist es für mich immer wieder Wert, an diese einmalige Frau zu erinnern und über Sie zu schreiben. Mir war im Kindesalter nicht berußt wer diese Frau “Romy Schneider” oder allen bekannt als Sissi – eigentlich ist. Meine ersten Erfahrungen mit diesem Namen sammelt ich als ich 6 Jahre alt war. Ich wurde damals in die Schule eingeschult und meine neben mir sitzende Klassenkameradin hieß:

“Romy Schneider”.

Ich war vom ersten Tag an in dieses hübsche Ding verknallt. Meistens ist es ja so, das die Sympatien nicht immer auf Gegenseitigkeit beruhen, aber in Ihrem Fall war alles anders. Kurze Haare, große Klappe – genau mein Stil, ich war hin und weg – so fern man das mit 6 Jahren beurteilen kann. Wir verbrachten viel Zeit miteinander und machten soviel Blödsinn, das jeder der Romy kannte sagte, das an Ihr ein Junge vorbei gegangen wäre. Selbst wenn es zu getroffen hätte, wäre das unausweichliche geschehen, ich wäre heute nicht Hetero. Wie auch immer, es kam ja nicht dazu. Meiner Eltern trennten sich um meine Mutter beschloss woanders hin zu ziehen. Ebenso so auch die Elter von Romy. Wir zogen in Richtung Berlin und Ihre Eltern verschlug es weiter in den Süden. Bis heute konnte ich meinen Klassenkameradin Romy Schneider nicht ausfindig machen.

Es kam der Tag der mein und das Leben von Romy verändern sollte. Wie weinten bitterlich und versprachen in Kontakt zu bleiben, uns zu treffen, zu telefonieren und was man sich so alles verspricht. Nichts ist eingetroffen. Romy ´s Eltern haßten mich, und taten alles um einen weiteren Kontakt von uns beiden zu unterbinden. Wir hörten und sahen uns nie wieder- bis heute.

Irgendwann erfuhr ich, das es auch eine Schauspielerin gibt, die Romy Schneider heißt. Spätestens als Roy Schneider 1982 verstarb und alles durch die Presse ging. Ich war neugierig und verschlang alles was mit dieser Person zu tun hatte. Ich alles sammelt, was mit Romy Schneider zu tun hatte. Anfangs aus Interesse – später wurde es eine Manie. Ich denke auch, das ein wenig damit zu tun hatte das ich das Gefühl brauchte, das die richtige Romy aus meinem realen Leben mit der Schauspielerin “Romy Schneider” mein Leben bereichert.

In gewisser Weise konnte ich parallelen zwischen beiden Romy´s erkennen. Beide waren, wenn Sie sich unbeobachtet fühlten, einsam und zerbrechlich. Bei meiner Romy war es wegen Ihres Vaters. Er war Lehrer und setzte Romy fast immer unter Druck. Wäre ich zu dem Zeitpunkt älter gewesen, hätte ich mir Ihren Vater vorgeknöpft. Ja, meine Reden damals. Grins.

Romy Schneider, die Schauspielerin

wurde von vielen geliebt, aber nicht als die Person, die Sie im richtigen Leben war, sondern wegen Ihrer Rolle als Sissi – auf die Sie immer nur dezimiert wurde. Ihre großen Schauspielerischen Erfolge feierte Sie Frankreich einmal im Theater sowie im Film.Da sie mit dem Ruhm um Ihre Person in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht klar kam, war der einzige Zufluchtsort nur noch Frankreich, was Ihr den Weg auch erleichterte, da Sie zum Zeitpunkt des Weggangs aus Deutschland gerade mit Alain Delon liiert war. Viele Männer beneideten Alain Delon, aber auch er kam mit dem Leben von Romy außerhalb des Rampenlichts nicht klar. Romy nahm abends zu Schlafen Tabletten und morgens welche zum aufputschen in Verbindung mit Alkohol. Dieser Zustand verschlimmerte sich noch zusätzlich, als Ihr Sohn Daniel 1981 beim klettern tödlich verunglückte.

Romy Schneider

Romy Schneider

Nach Ihrer letzten Operation empfahlen die Ärzte Romy Schneider die Tabletten weg zu lassen, da man einen Folgeschaden befürchtete. Ich gehe davon aus, das Romy den Lebensmut endgültig verlassen hatte und Sie bewusst Ihre Tabletten weiter genommen hatte.

Am 29. Mai 1982 verstarb Romy Schneider in Paris. Sie hinterließ in meinen Augen eine große Lücke. Einmal als Schauspielerin, sowie als Mensch. An Ihr konnte man sehen, das Sie menschlich war, genau wie alle anderen. Nur weil man Schauspieler ist, lebt man nicht automatisch in einer andere Welt. Nein, man ist genauso zerbrechlich wie alle anderen. Sehr zerbrechlich.

Quelle Foto: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-47493.html (Werner Bokelberg)

Text:MD

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